„Anerkennung ändert alles“ – Dr. Johannes Bohnen im Podcast
- BOHNEN Public Affairs

- vor 1 Tag
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In der Podcast-Reihe „Erfolg: Anerkennung ändert alles“ war Dr. Johannes Bohnen zu Gast bei der Autorin und Gastgeberin Dr. Barbara Strohschein. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand ein Gedanke, den Strohschein in ihrem gleichnamigen Buch entfaltet: das Grundmuster menschlicher Kommunikation, wonach Abwehr Konflikte schafft und Anerkennung sie löst. Bohnen übertrug diese Logik auf Politik und Wirtschaft – und damit auf das Kernanliegen der Corporate Political Responsibility (CPR).
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Kränkungen und Abwehrprozesse politisch massive Folgen haben können, die sich kaum wieder rückgängig machen lassen – ein Mechanismus, den Bohnen am Beispiel Putins illustrierte. Die Voraussetzung für anerkennendes Verhalten sei es, zuzuhören, dem Gegenüber nicht die Würde zu nehmen und es nicht abzuwerten. Dabei gehe es nicht darum, dem anderen stets zuzustimmen, sondern um einen konstruktiven Diskurs, der den Menschen respektiert – so anders er auch sein mag.
Für seine eigene Haltung führte Bohnen eine Maxime seiner Mutter an: „Tu Recht und scheue niemand“ – also Autorität zu hinterfragen und beim eigenen Urteil zu bleiben. Entscheidend sei für ihn, dass die eigene Arbeit Wirkung erzielt; es sei frustrierend, Zeit mit Dingen zu verbringen, die keinen Unterschied machen. Dazu gehöre Mut: „Nicht jeder ist als Held geboren – auch Politiker nicht. Wir müssen alle mutiger werden, den offenen Dialog einüben und ehrlich miteinander sein.“ Was in persönlichen Beziehungen zähle – Klarheit und Verlässlichkeit –, müsse auch auf der politischen Ebene gelebt und vorangetrieben werden.
Auf die Frage, was Politikerinnen und Politiker stärken würde, sich mit ihren Idealen tatsächlich durchzusetzen, verwies Bohnen auf eine oft übersehene Chance: „Politiker brauchen Unterstützung – nicht nur von ihresgleichen, sondern aus der Bevölkerung.“ Bekämen sie für bestimmte Themen mehr Rückendeckung, könnten sie sich sicherer fühlen und mutiger handeln. Dr. Bohnen versteht sich selbst als „politischer Unternehmer“: Unternehmen und Bürgergesellschaft können der Politik den Rücken stärken und so zu Mitproduzenten demokratischer Stabilität werden.
Sein Fazit: Anerkennung und vorallem ein respektvoller Diskurs sind keine philosophischen Themen, sondern Voraussetzungen für eine handlungsfähige Demokratie – und damit für die Grundlagen wirtschaftlichen Erfolgs.







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