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CPR beim Forum Alpbach


Beim Europäischen Forum Alpbach 2025 hatte Dr. Johannes Bohnen die Gelegenheit, in einem der beiden Demokratie-Labs unter dem Titel „Responsible Leadership" einen Impuls zu geben. Er stellte das Konzept der Corporate Political Responsibility (CPR) vor und diskutierte mit den Teilnehmenden, was Unternehmen zur Stärkung der Demokratie beitragen können – also zu jenem System, das ihrem geschäftlichen Erfolg am zuträglichsten ist.

Während die Demokratie eindeutig gefährdet ist, spüren Unternehmen zugleich den Druck der wirtschaftlichen Stagnation und überlegen sorgfältig, wie sie ihre Ressourcen einsetzen. Bohnen argumentiert, dass die Barrieren für CPR real sind, dass man sie aber ins Verhältnis zur Alternative setzen müsse: zur politischen Untätigkeit. „Neutral" zu bleiben oder sich sogar mit aufstrebenden Autokraten zu solidarisieren, könne kurzfristig vorteilhaft erscheinen, trage aber dazu bei, ein System zu festigen, in dem am Ende jeder willkürlicher Herrschaft unterworfen ist – denn die Angst erzeugt genau jene Situation, vor der man sich ursprünglich gefürchtet hat. Der Ausweg aus diesem Teufelskreis liege darin, früh zu handeln und Bündnispartner zu finden.

Den Abschluss bildete eine Bemerkung zur Debattenkultur: Im Vorfeld von Alpbach war viel darüber diskutiert worden, ob man Nile Gardiner von der Heritage Foundation einladen solle, einen der engsten Berater von Präsident Trump. Bohnen äußerte sich froh, dass Gardiner seine Position teilen konnte, denn es ist gut zu wissen, was die andere Seite denkt. Und ebenso froh war er, dass Cathryn Clüver Ashbrook diese Position geschickt konterte und das Plädoyer für Europas liberale Demokratie vorbrachte.

Sein Fazit: Unternehmen sollten ehrgeiziger darin sein, sie zu verteidigen – in ihrem ganz eigenen Interesse.

 
 
 

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