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Elisabeth Niejahr (Hertie-Stiftung) im CPR-Talk am Mittag

Aktualisiert: 3. Nov. 2023




Am 19. April 2023 fand die dritte Veranstaltung unseres neuen BPA-Formates „CPR-Talk am Mittag“ statt. Diesmal durften wir die ehemalige Journalistin Elisabeth Niejahr (Spiegel, ZEIT, Wirtschaftswoche) begrüßen, die seit 2020 als Geschäftsführerin den Bereich „Demokratie stärken“ der Hertie-Stiftung leitet. Gemeinsam mit dem Institute for Strategic Dialogue und der Robert Bosch Stiftung hat sie den Business Council for Democracy (BC4D) ins Leben gerufen, um die Wirtschaft im Kampf gegen Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen im Netz zu mobilisieren.


Erörtert wurde demokratische Resilienz im digitalen Raum und wie Unternehmen die Debattenkultur stärken können. Im Gespräch mit Dr. Johannes Bohnen betonte Frau Niejahr die zentrale Rolle des Arbeitsplatzes als „Lernort für Diversität und Demokratie“, weil dort Menschen unterschiedlichen Hintergrunds zusammenkommen und Gesellschaft verhandeln. Demokratie sei ein „way of life“, den es einzuüben gelte. „Man muss die Leute in ihrer Bereitschaft, etwas zu tun, ansprechen.“ Politisches Engagement solle daher nicht auf Nützlichkeitserwägungen reduziert werden. Insbesondere der Mittelstand könne auf eine besondere Tradition des selbstverständlichen Einsatzes für öffentliche Belange zurückgreifen.


Die anschließende Diskussion mit den Veranstaltungsteilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft verdeutlichte unterschiedliche Akzente im Verständnis der Rolle von Unternehmen im öffentlichen Raum. Während die Purpose-Debatte vor allem von jüngeren Generationen geführt werde, herrsche bei älteren Generationen teils noch die Tradition „the business of business is business“ vor. Viele Unternehmen sähen eine Einmischung in das Politische nicht als primäre Aufgabe. Eine Kontroverse entspannte sich um die Frage, inwieweit CPR-Aktivitäten eines strategischen Vorlaufes bedürfen oder ad hoc operationalisiert werden können. Einige Diskutanten äußerten zudem Interesse, CPR-Ansätze auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen. Unter dem Strich stand, dass Unternehmen eine Mitverantwortung für die demokratische Kultur tragen – nicht zuletzt für die Schärfung der Fähigkeit, sich in Zivilität zu widersprechen und Meinungspluralismus auszuhalten.

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