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Bohnen präsentiert CPR in 10 Thesen auf Kölner Nachhaltigkeitskonferenz

19.11.2018

Auf der 8. International Conference on Sustainability & Responsibility der Cologne Business School stellte Dr. Johannes Bohnen Corporate Political Responsibility (CPR) anhand von zehn Thesen vor. Den Titel der Veranstaltung – „Responsible Leadership in Times of Transformation“ – deutete er konsequent politisch und zeigte auf, warum Unternehmen gerade die gegenwärtigen illiberalen Tendenzen als Bedrohung für ihr Geschäft begreifen sollten. Sich dementgegen für Demokratie, freie Märkte oder den Zusammenhalt der EU einzusetzen, ist daher ein Business Case. CSR bekommt diesen Zusammenhang zwischen politischen Gütern und wirtschaftlichem Erfolg nicht in den Blick – CPR ist der vielversprechendere Ansatz. In den besagten zehn Thesen lässt er sich wie folgt darstellen:

 

 

 

 

  1. Es besteht keine strikte Trennung zwischen Wirtschaft und Politik – Unternehmensaktivitäten sind stets gesellschaftspolitisch und institutionell eingebunden.

  2. Unternehmen sind bereits politische Akteure – als Steuerzahler, Arbeitgeber, Innovatoren oder Lobbyisten beeinflussen sie das Gemeinwesen.

  3. Unternehmen sind durch politische Bedrohungen und mangelnde staatliche Steuerungsfähigkeit herausgefordert – von der AfD bis zu Regulierungslücken im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung.

  4. Die Erwartungen der Menschen an Unternehmen steigen – Kunden, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit verlangen eine Haltung über den Profit hinaus.

  5. Politik ist mehr als Parteipolitik – in Demokratien können alle zu intakten Gemeinwesen und funktionierenden Kollektivgütern beitragen.

  6. Unternehmen sollten nicht nur in Gebäude, Maschinen und Arbeitnehmer investieren – sondern auch in die politischen Voraussetzungen ihres langfristigen Erfolges.

  7. Unternehmen können mit konkreten Methoden zu politischen Marken werden – indem sie systematisch ihre politischen Ressourcen herausarbeiten und einsetzen.

  8. Es gibt mindestens vier Handlungsfelder für Unternehmen – von verantwortlichem Lobbying über gesellschaftspolitische Dialoge und Projekte der politischen Partizipation bis zur Stärkung von Kollektivgütern.

  9. Die UN-Nachhaltigkeitsziele können CPR den Weg weisen – wenn deren politische Facette erkannt wird, wie sie primär in Ziel 16 "Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" zum Ausdruck kommt.

  10. Der Primat des Politischen muss gewahrt bleiben – CPR kann nur Legitimität beanspruchen, wenn der Staat Vorrang vor Unternehmen behält.

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